Tipps, Ratschläge, Sichtweisen und Wissenswertes rund um den Mähroboter
Rasenroboter im Garten. In den Comics der 60er und 70er waren sie bereits präsent, auch wenn sie dort etwas anders aussahen: Rasenroboter, die kleinen Helfer im Garten. Für die einen ist das Gras schneidende Gerät Mittel zum Zweck und für andere kommt das Ding auf keinen Fall auf den heiligen Rasen. Mähen ist Vatis oder Muttis Herzensangelegenheit.
Rasenroboter im Garten mit Vor- und Nachteilen
Für viele Gartenbesitzer ist das Fahren mit dem Aufsitzrasenmäher in den Sonnenuntergang ein nicht wegzudenkendes Highlight auf dem heimischen Grün. Ähnlich sieht es vielleicht auch der Bioorientierte Chai Latte Trinker, der lieber mit Spindelmäher und Muskelkraft über den Boden rattert. Eher Oldscool anmutend ist, wenn man bevorzugt einen Rasenmäher mit Stromkabel oder Verbrennungsmotor im Gebrauch hat. Wie auch immer, alles hat seine Vor- und Nachteile und Du entscheidest was Dir am besten gefällt.
Zu den Vorteilen eines Roboters gehören sicherlich die Zeitersparnis, denn das kleine Ding fährt genügsam allein seine Strecken über den grünen Parcours und man muss selbst nicht viel dazu tun. Oder doch?

Bei einigen Modellen ist zuvor ein Begrenzungsdraht im Boden einzugraben, damit der Akkukobold genau weiß wo er entlang fahren soll und vor allem wo sein Gartenreich endet. Andere Modelle hingegen sind mit Sensoren ausgestattet und sollen selbst erkennen wo sich das Ende der Gartenwelt befindet. Sensoren haben aber auch die Aufgabe mögliche Hindernisse zu identifizieren, die auf den Mähhelden im Gras lauern. Weitere Unterschiede gibt es auch bei der Energieversorgung: Roboter suchen sich im Garten selbst die aufgebaute Ladestation, während bei der anderen Variante der Roboter vom Besitzer zur Ladestation getragen wird. Der Gartenfreund bekommt so eine tragende Funktion.
Die meisten Rasenroboter sind eigentlich für das Mulchen auf normalen Rasen ausgelegt. Der Roboter mäht in diesem Fall nur die Spitze vom Rasenblatt ab, wodurch das Minischnittgut nach unten rieselt und früher oder später auf der Erde zur letzten Ruhe kommt. Der Abschnitt verrottet und wird zum „Spitzenprodukt Dünger“
Ersetzt Mulch den handelsüblichen Dünger?
Reicht das bereits an Dünger? Abhängig von den Gegebenheiten ist der „Abschnittdünger“ meist eine gute Nährstoffbasis, ersetzt aber nicht den üblichen, saisonalen Düngevorgang. Etwas anders verhält es sich bei den „Grobmotorikern“ unter den Rasenrobotern, die sogar in hohen Gras eingesetzt werden können. Zumindest verspricht das die Werbung. Diese Modelle verfügen über Sensoren und mähen angeblich bis zu 20 cm, was eine beachtliche Höhe wäre. In den Foren gehen die Meinungen dazu teilweise mächtig auseinander und es wird Pro und Contra diskutiert.
Das Green Team empfiehlt an dieser Stelle den Rasen zunächst mit einem „normalen Rasenmäher“ auf 4 cm herunter zu schneiden und dann den Roboter wieder an die Rasenfront zu lassen.
Rasenroboter im Garten. Vor- und Nachteil im Vergleich
Wir starten mit den vermeintlichen Vorteilen:
- Allergiker haben es leichter, wenn sie nicht im Schnittpollenflug laufen müssen
- Der tägliche Schnittabfall wird zum Dünger
- Kein Bioabfall in der Biotonne
- Der Roboter mäht und Du hast mehr Zeit für andere Dinge
- Leiser als andere Rasenmäher
Und hier die ultimative Kontraseite für Rasenroboter im Garten:
- Höherer Anschaffungspreis
- Grenzdrahtverlegung und manchmal bleiben dort Reste stehen
- Preiswerte Modelle können ggf. Schwierigkeiten bei steigendem Geläuf und hügeligen Gelände bekommen
- Unbeaufsichtigte Kollision mit Kindern, Igeln, anderen Gartenbewohnern und liegengebliebenen Gegenständen
Fazit:
Es gibt nicht richtig oder falsch und letztendlich triffst Du die Entscheidung für Dich und Deinen Garten. Wenn Dir ein wenig Bewegung nicht schaden sollte, dann mähe selber und setzte den Roboter ggf. in Deinem Urlaub ein. Ja, Rasenpflege kann komplex sein.
Es grüßt Dich
Der Garten Rancher